Lea Eggers

Sie lässt Mädchenträume wahr werden: Mit "Gymnastica Hamburg" bietet  Lea Eggers eine große Vielfalt an Tanzkursen für kleine und große Sportsfreundinnen an – von Ballett und Akrobatik bis zu Rhythmischer Sportgymnastik. Dabei ist es egal, ob man Laie oder Profi ist – jeder, der Freude am Tanzen hat, kann einsteigen. Im Interview verrät uns die Tanzlehrerin und Gründerin, warum Tanz für sie so faszinierend ist, wie sie auf die Idee für das Ballett- und Artistikstudio kam und wann wir sie live erleben dürfen…

 

Wie bist du zum Tanz gekommen?

Der ganz typische Mädchentraum! Ich habe mit 4 Jahren mit dem Ballettunterricht begonnen und wollte ganz klar Ballerina werden! Bei jedem Straßenmusiker musste meine Mutter ihre Einkäufe unterbrechen, weil ich zuhören und mittanzen wollte – die Liebe und Faszination für Musik und Tanz war schon im ganz frühen Alter da. Mit 8 Jahren bin ich dann auf ein ausgeschriebenes Probetraining für die Rhythmische Sportgymnastik gestoßen – Bremen ist mit einem Leistungszentrum einer der Hochburgen für den Sport. Da ich sehr beweglich war und durch das Ballett eine gute Grundausbildung mitbrachte, wurde ich in die Wettkampfgruppe aufgenommen. Seitdem habe ich nie mehr aufgehört zu Tanzen: Nach dem Abi habe ich eine Ausbildung zur staatlich geprüften Lehrerin für Tanz und Gymnastik mit dem Schwerpunkt Bewegung und Musik, eine 3-jährige Bühnentanzausbildung und schließlich den Bachelor of Arts in Bewegungswissenschaft gemacht. Im Anschluss folgte dann die Gründung meines eigenen Ballett - und Artistikstudios.

 

Was fasziniert dich besonders am Tanzen?

Die Perfektion, das Gefühl, die Linien und die Ausdruckskraft, die im Tanz zu finden sind, begeistern mich. Leistungssport wird zur Kunst; über ein Thema werden Figuren interpretiert und sich in Rollen "eingefühlt".  Die Arbeit als Choreographin überwiegt in den letzten Jahren; ich höre eine Musik in die ich mich verliebe und dann entstehen Visionen in meinem Kopf. Passende Bewegungsformen, Schrittkombinationen werden zusammengebaut und Formationen und Raumwege skizziert. Wenn die Schülerinnen und Schüler dann umsetzen, was ich dabei fühle, ist das ein sehr erfüllendes Gefühl und in diesen Momenten weiß ich, dass dies meine berufliche Lebensaufgabe ist.

 

Wie kam es zur Gründung von „Gymnastica Hamburg“?

Ich habe mit meiner Kollegin Alina Kretzschmar in einer Sportmannschaft der Rhythmischen Sportgymnastik trainiert und wir wussten damals "alles besser" ;-) Wir müssen furchtbar anstrengend gewesen sein, aber wir waren eben anspruchsvoll und waren sehr unzufrieden mit der Trainerin. Daraus entstand die Motivation es tatsächlich besser zu machen und wir fassten den Entschluss, es selbst zu versuchen. Zunächst mieteten wir einen kleinen Gymnastiksaal und bauten unsere Kurse auf. Als wir dann 70 angemeldete Kinder hatten, machten wir uns nach eigenen Räumlichkeiten auf die Suche und fanden unseren Traum von Immobilie - eine alte Hutfabrik. Diese gestalteten wir zu unserem Zentrum für Tanz um. Rückblickend war es ein mutiger Schritt – zu der Zeit wurden unsere Freundinnen Lehrerinnen, waren noch im Medizinstudium oder arbeiteten schon für ein Unternehmen. Unsere eigene Tanzschule zu gründen war finanziell risikoreich, denn es gibt kaum Unterstützung für den Bereich – es „skaliert“ eben nicht, wie ein Start-up. Doch wir wollten es unbedingt!

 

Was lehrt ihr an eurer Akademie?

Ballett, Akrobatik und Rhythmische Sportgymnastik – sowohl als reines Hobby, Techniktraining oder auch als Wettkampfsport. 

   

 

Können Erwachsene jederzeit noch Ballett und Co. erlernen?

Ja! Das Training ist auch für absolute Laien konzipiert - es ist nie zu spät! Es gibt keine Altersgrenze und die Erwachsenenklassen sind in ihrem Altersdurchschnitt völlig unterschiedlich. Interessanterweise hat gerade Ballett bei den Erwachsenen in den letzten Jahren eine Renaissance erlebt und ist ein sehr beliebtes Hobby.

 

Auftritte gehören für euch dazu, wo seid ihr schon aufgetreten und kann man euch demnächst irgendwo tanzen sehen?

Wir waren im Januar zum 7. Mal beim Feuerwerk der Turnkunst in der Barclaycard Arena dabei. Letztes Jahr waren sehr vielfältige Auftritte dabei – etwas bei den Hagenbeck Dschungelnächten oder beim Bajazzo Zeltfestival.  Wiederholt sind wir auch in diesem Jahr beim Alstervergnügen im September 2018 vertreten.

 

Wie ist es für dich deine Schützlinge auf der Bühne stehen zu sehen und was sind deine Tipps für einen guten Auftritt?

Die gelungenen Auftritte und die Umsetzung der Choreographien ist für den Trainer wie "Früchte ernten" –  eine Belohnung für viel Engagement und Herzblut, nicht selten bekomme ich Gänsehaut!

Für den guten Auftritt ist vor allem wichtig, dass die volle Konzentration da ist und trotz Nervosität die Nerven standhalten. Daher muss ich vor dem Auftritt viel beruhigen und gut zureden – denn verkrampft klappt nichts!

 

Welche Zukunftspläne habt ihr für „Gymnastica Hamburg“?

Wir wollen weiterhin kleine Auftritte, aber in Zukunft auch große Shows auf die Beine stellen, erfolgreich an Wettkämpfen teilnehmen, viele Treppchenplätze sichern und unser Profi-Team „GYM Performa“ deutschlandweit als eine feste Größe im Tanz etablieren.

 

 

Alle Infos zu Gymnastica findet ihr unter: www.gymnastica-hamburg.de

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Fotos: Thomas Bünning, J.Loheide