Katharina Staudacher

Für den kleinen Snack zwischendurch sorgt „foodloose“-Gründerin Katharina Staudacher. Jede Ihrer Nuss-Riegel-Kreationen erzählt ihre eigene Geschichte, ist super lecker und dazu noch gesund. Im Interview verrät uns die 38-Jährige wie „foodloose“ entstanden ist, woher die Inspiration für die Sorten kam und was sich seit der Gründung alles in ihrem Leben verändert hat…

 

Wie bist du auf die Idee gekommen, „foodloose“ zu gründen?

Begonnen hat alles während meines Aufbaustudiums in Berkeley, Kalifornien. Ich stellte mir damals für lange Uni-Tage immer selbst einen Nuss-Frucht-Mix zusammen und traf damit offenbar auch den Geschmack meiner Kommilitonen. Sie haben mir immer alles weggegessen. Irgendwann kam mir die Idee, das Ganze in eine portionierte Form zu bringen – und „foodloose“ war geboren. Glücklicherweise habe ich dann eine bekannte und erfolgreiche Gründerin aus San Francisco kennengelernt. Sie und ich hatten einen Deal: Ich schrieb ihren Marketingplan und sie verriet mir ihr wertvolles Gründungswissen. Sie hat mich total bestätigt in meinem Wunsch, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Auch habe ich sehr von ihrer Erfahrung profitiert – so haben uns manche vertragliche Klauseln, auf die sie mich schon damals hinwies, im Nachhinein vor einem Haufen Ärger bewahrt.

 

Was machst „foodloose“ aus?

Natürlich sind unsere Riegel mega lecker und zudem gesund da bio, laktose- und glutenfrei und ohne Industriezucker. Wir wollen kleine kostbare Snacks schaffen, die beim ersten Bissen überraschen und bis zum letzten begeistern. Eine schöne Besonderheit ist, dass jeder Riegel eine eigene kleine Geschichte hat. 

 

Das klingt spannend! Woher holst du dir denn die Inspiration für deine Riegel?

Jede Rezeptur wurde von einer persönlichen Reiseerinnerung inspiriert. Aus einem Curry in einer indischen Lehmhütte wurde „Delhi Delight“ mit Curry, Ananas und Cashews. Aus einem Muffin in den USA wurde „Poppy Limona“ mit Zitrone und Mohn. Und aus frischen Kokosnüssen am Strand von Costa Rica wurde der neueste Riegel „Coco Caramella“, der Anfang 2018 rauskam. Dabei stimmen wir jedes Detail – bis hin zur Schriftart auf der Verpackung – individuell ab.

 

 

Hast du einen absoluten Lieblingsriegel?

Puh, das ist schwer, weil ich alle grundlegend sehr gerne mag. Meistens entscheide ich spontan,nach welcher Geschmacksnuance mir gerade ist. Aktuell greife ich aber schon recht häufig zu „Coco Caramella“, weil er mit seiner karibischen Mischung einfach das beste Mittel gegen das berühmte Hamburger Schietwetter ist. 

 

Wenn du auf die letzten acht Jahre, seit der Gründung von „foodloose“ zurückschaust, welche besonderen Momente fallen dir ein?

Die ersten 4.000 Riegel haben wir innerhalb von vier Wochen selbst per Hand produziert und natürlich wurde die ganze Familie einbezogen. Ich denke heute sehr gerne an diese Zeit zurück, weil es auch einfach schön war, diese kribbelige Anfangsstimmung und diesen Zusammenhalt zu spüren. 

Anfang 2012 schaffte es "foodloose" dann ins Reformhaus Engelhardt – die erste Kette, die wir beliefert haben. Das war ein ganz großer und wichtiger Schritt, denn über diese Listung gelang dann die Aufnahme bei den ersten Großhändlern. Und dieses Gefühl, wenn ich meine eigenen Kreationen zum ersten Mal bei einem neuen Händler sehe, ist immer wieder überwältigend.

 

Du bist nicht nur Geschäftsführerin, sondern auch dreifach-Mama, wie schmecken deinen Kindern die Nussriegel?

Die Kleinste hat noch keine Zähne, daher gebe ich ihr lieber noch keine Nüsse. Die anderen beiden schreien schon immer begeistert auf, wenn wir einkaufen sind und sie die „Mama-Riegel“ im Regal sehen. Meine Tochter ist aber mehr damit beschäftigt, die Riegel dann im Regal zu sortieren, während mein Sohn sehr gerne einen „Poppy Limona“ naschen möchte. Den mag er am liebsten.

 

 

Wie ist es für dich Unternehmerin und Mutter zu sein?

Häufig fragen sich Frauen ja, wie sie Beruf und Familie in Einklang bringen können. Gerade das ist aber in einer Selbstständigkeit gut möglich. Daher fände ich es toll, wenn noch viel mehr Frauen gründen würden und sich so ihre berufliche und private Zukunft ohne Entweder-Oder-Gedanken selbst gestalten könnten. 

 

Im Alltag muss man da natürlich offen sein für neue Wege und Arbeitsabläufe. Wir sind sehr flexibel – das betrifft nicht nur unsere Arbeitsorte und –zeiten, sondern auch grundlegend, wie wir an Dinge herangehen. Bevor wir vorschnell sagen „das geht nicht“, suchen wir nach zehn Wegen, wie es eben doch geht. All das wäre aber natürlich nicht möglich, ohne ein tolles Team. Außerdem ist ein gutes privates Netz sehr von Vorteil. Aber klar, manchmal ist es auch eine richtige Herausforderung. 

 

 

Alle Infos zu "foodloose" bekommt Ihr unter: www.foodloose.net

 

Hier findet Ihr "foodloose" bei Facebook und bei Instagram

 

 

Redaktion: Susanna Sapiains Valencia; Fotos: foodloose