Herzpiraten-Regatta

 

Alstertörn für den guten Zweck! Bei der Regatta für ihren Verein "Herzpiraten" hat Schauspielerin Nova Meierhenrich einer ganzen Bande herzkranker Kids einen unvergesslichen Tag beim Segeln auf der Alster bereitet … 

 

Strahlende und stolze Kindergesichter gab es bei der „Herzpiraten Regatta“ ziemlich oft zu sehen. Gerade haben die kleinen Helden im Wettkampf mit den anderen ihr Kämpferherz unter Beweis gestellt. Und dem ein oder anderen ist nach dem Ende der Regatta schon klar, dass er nicht das letzte Mal mit dem Segelboot über die Alster getrieben ist.

 

Bereits zum vierten Mal hat der Verein „Herzpiraten“, der von der Schauspielerin und Moderatorin Nova Meierhenrich und dem Arzt und Segler Malte Kamrath ins Leben gerufen wurde, mit ganz viel Liebe und Herz den Segeltag für herzkranke Kinder veranstaltet.

 

Mit dabei waren neben den beiden Gründern auch die Segler Klaus Lahme, Michael Zittlau, Simon Grotelüschen, die die insgesamt 16 Kinder bei der Steuerung der Segelboote unterstützt haben. Mit ihrer Regatta sammelte das Team wie jedes Jahr fleißig Spenden. In diesem Jahr konnten sie der Klinik für Kinderkardiologie einen Spendenscheck in Höhe von 7000 Euro überreichen.

Beim Segeltag für die Kinder verriet uns Schauspielerin Nova Meierhenrich außerdem, warum ihr der Verein so am Herzen liegt und weshalb Segeln nicht nur den Kleinen, sondern auch ihr so viel Spaß macht.

 

Warum ist dir die Charityarbeit für Herzpiraten so wichtig?

Das ist mein Verein, ich habe ihn zusammen mit Malte Kamrath vor ein paar Jahren gegründet. Eigentlich ist es aus einer Idee von zwei Freunden entstanden, die etwas für Herzkinder tun wollten. Und da wir beide den Segelsport lieben, haben wir gedacht, wir machen mal einen Segeltag für Kinder. Wir haben dann irgendwie angefangen mit dieser Initiative und das ist so toll gelaufen, dass wir gesagt haben: Wir machen da noch mehr draus. Und so ist im Endeffekt der Verein entstanden. Das ist hier mittlerweile schon die vierte Regatta, die wir ausrichten. Es ist einfach eine unfassbar schöne Arbeit, die sogar schon über die Regatta hinausgeht. Diese Veranstaltung ist zwar jedes Mal der Höhepunkt, aber wir unterschützen das ganze Jahr über die unterschiedlichsten Kinderherzprojekte in ganz Deutschland, machen Aktionen und sammeln Spenden. Aber am meisten freuen wir uns natürlich immer, wenn die Kinder hier zusammenkommen und wir mit ihnen einen so großartigen Tag erleben können.

 

 

 

Warum habt ihr euch gerade Segeln als Sportart für die Kinder ausgesucht?

Weil Segeln eine der ganz wenigen Sportarten ist, die herzkranke Kinder machen können. Die meisten der Kinder sind natürlich schon mit ihren angeborenen Herzfehler mehrfach operiert worden und werden ihr ganzes Leben damit zu kämpfen haben. Wenn du mit einem angeborenen Herzfehler zur Welt kommst, dann ist das etwas, was dich dein ganzes Leben begleitet. Und damit sind einfach viele Sportarten ausgeschlossen, weil das Herz dafür einfach zu schwach ist. Segeln, wo du immer mal wieder eine Belastung hast, aber auch immer mal wieder Ruhephasen,  funktioniert deshalb sehr gut.

 

„Herzpiraten“ setzt sich ja für Kinder ein, die herzkrank sind. Warum ist euch das gerade so wichtig?

Ich bin selbst jemand, der seine halbe Jugend im Krankenhaus verbracht hat. Ich weiß, wie das ist, wenn man viel in der Klinik und wenig in der Schule ist. Man ist immer ein bisschen außen vor, weil man der ist, der krank ist und im Sportunterricht immer als letztes in die Mannschaft gewählt wird und so weiter. Aber auf dem Boot muss alles Hand in Hand gehen. Du musst dich unfassbar schnell als Team zusammenfinden und das ist auch das, was wir hier versuchen wollen, nämlich Teambuildung und Gruppendynamiken aufzubauen. Am Morgen kennen sich die Kinder alle nicht und bis zum Abend entstehen großartige Freundschaften. Sie segeln diese Regatta gegeneinander und haben auch echt Kämpfergeist. Und da gibt es einfach auch keinen der krank oder gesund ist, sondern alle gehören in ein Boot. Es gibt keine Außenseiter und das ist das Schöne an dem Ganzen.

 

Wie bist du selbst zum Segeln gekommen?

Ich habe das in Hamburg gelernt. Als ich hier hingezogen bin, sagte man mir, ich müsste ein Hanseatendiplom machen, das heißt Motorboot und Segelschein und das habe ich dann auch gemacht. Und meinen Partner, Malte Kamrath, habe ich tatsächlich auch beim Segeln kennengelernt, vor drei Jahren auf der Kieler Woche. Wir kennen uns also eigentlich noch gar nicht so lange, aber es war sozusagen Liebe auf den ersten Blick und wir sind enge Freunde geworden und haben dann wirklich schon ein halbes Jahr später diese Initiative ins Leben gerufen.

 

Was gefällt dir so am Segeln?

Ich liebe das Wasser! Ich bin einfach ein Wassermensch. Das war auch ein Grund, warum ich nach Hamburg gezogen bin. Ich musste Richtung Meer. Und dann ist es nochmal schöner durch das Segeln direkt auf dem Wasser zu sein.

 

Abgesehen von deinem Segelboot: Wo hältst du dich in der Freizeit in Hamburg noch gerne auf?

Ich bin im Sommer unfassbar gerne am Falkensteiner Ufer, weil das einfach so schön abgeschieden ist, man seine Ruhe hat und mitten in der Natur ist. Man ahnt dann manchmal gar nicht, dass man in einer Großstadt ist. Das mag ich extrem gerne. Und den Jenischpark liebe ich auch total. Da bin ich richtig gerne, picknicke auf der Wiese und gucke mir die Natur an.

 

Neben deiner Arbeit für deinen Verein „Herzpiraten“, was ist in nächster Zeit sonst noch geplant?

Eine ganze Menge eigentlich. Ich moderiere ja die Sendung „STARS – Das Kinomagazin“. Dafür bin ich jetzt eigentlich die ganze Zeit unterwegs. Außerdem habe ich für Sat. 1 die Reihe „Einstein“ gedreht und war in Marrakesch für eine Produktion und bin gerade erst wieder zurück in Hamburg. Ich war in den letzten Wochen eigentlich konstant unterwegs und das wird diesen Sommer auch noch so weitergehen.    

 

 

Alle Infos zu "Herzpiraten" bekommt Ihr hier: www.herzpiraten.com

 

Redaktion: Constanze Lerch; Fotos: Marco J. Drews