CITY-TALK
mit Til Schweiger

Er zählt nicht nur zu Deutschlands besten Schauspielern und ist ein herausragender Filmemacher, sondern versorgt uns neuerdings auch noch mit der leckersten Pizza der Stadt: Wir haben mit unserem Hamburger Leinwandliebling Til Schweiger über sein neues Gastro-Konzept "Henry likes Pizza", Nachhaltigkeit und seine kommenden Film-Projekte gesprochen…

 

 

Wie bist du auf die Idee zu deinem neuen Gastro-Konzept "Henry likes Pizza" gekommen?

Die Idee, ins Barefood einen Pizzaladen reinzubringen, habe ich schon lange. Ich habe aber niemanden gefunden, mit dem ich das machen kann, bis ich dann unseren neuen Geschäftsführer Roberto Venturino getroffen habe, der die Idee schließlich gemeinsam mit mir in die Tat umgesetzt hat. 

 

Und woher stammt der außergewöhnliche Name?

Das war die Idee meiner Innenarchitektin. Ich habe einen Esel auf Mallorca, der heißt Henry. Man kann ihn auch auf meinem Instagram Profil sehen. Ein ganz toller Esel, ein super Wesen und so süß. Henry hat sich mal ein Stück Pizza vom Tisch geklaut, als er frei rumgelaufen ist – und so hatte sie die Idee. 

 

Hast du noch mehr Tiere auf Mallorca?

Ich habe zwei Esel, zwei Ponys, ein Pferd, drei Hängebauchschweine, jede Menge Zwergziegen, Gänse, Hühner und ganz viele Katzen. Mein Traum war früher immer, auf einem Bauernhof zu leben, aber das wollte meine Frau nicht. Sie hat gesagt: 'Du bist dann unterwegs, machst deine Filme und ich häng dann auf irgend so einem Dorf in Bayern auf dem Bauernhof.' Das konnte ich auch verstehen. Also habe das jetzt auf Mallorca so ein bisschen nachgeholt. 

 

Bei so viel Nähe zur Natur – achtest du denn bei deinen Restaurants auch auf Nachhaltigkeit, z.B. indem du regionale Produkte verwendest?

Das machen wir sowieso. Aber regionale Produkte zu verwenden, ist nur ein minimaler Beitrag.  Plastiktüten zu verbieten, was die Bundesregierung vor hat, finde ich zum Beispiel nicht gut. Jeder Wissenschaftler, der sich damit befasst, sagt, dass eine Papiertüte oder Jutetüte eine noch schlechtere Ökobilanz hat. Es geht eigentlich ja darum, dass man die Leute so umerzieht, dass sie die Plastiktüte nicht wegschmeißen, sondern wiederverwenden. Denn verschwinden wird Plastik nicht. 

 

 

Wie setzt du privat einen umweltbewussten Lifestyle um?

Wir trennen den Müll so gut es geht – dabei kippen die ja eh alles am Ende wieder zusammen. Wir haben Plastikflaschen aus dem Haushalt verbannt. Auf Mallorca haben wir eine Filteranlage eingebaut. Das Mittelmeer ist so verdreckt mit Plastik. 

Außerdem esse ich nur wenig Fleisch. Die Fleischindustrie ist der größte Umweltbelastungsfaktor. Durch Abholzung der Regenwälder, die Metangase, die Transportwege – ganz zu schweigen von dem, was den Tieren angetan wird in dieser Massentierhaltung. Gut wäre, zu sagen, wir essen nur noch einmal im Monat Fleisch.

 

Achtest du auch sonst bewusst auf deine Ernährung?

Ich bin eine Naschkatze. Gummibärchen und Vanilleeis liebe ich. Mein Lieblingsessen ist Pasta, Pizza und richtig gutes Brot. Das esse ich aber auch nicht jeden Tag, sonst müsstest du mich hier die Treppe runter rollen. 

 

Du hast gerade deinen neuesten Film "Klassentreffen – Die Hochzeit" abgedreht. Kannst du uns schon etwas mehr dazu verraten?

Der Film startet am 23. Januar und ist die Fortsetzung von Klassentreffen. Es geht um die bevorstehende Hochzeit von Thommy und seiner Freundin. Es wird sehr turbulent, aber auch tiefer und ernster als der erste Teil. Der Humor ist ein bisschen erwachsener. Alle, die den Film bisher gesehen haben, sagen, dass er noch besser geworden ist als der erste. 

 

  

Hast du schon eine Idee fürs nächste Projekt im Kopf?

Ja, wir entwickeln zwei Serien, von denen wir eine nächstes Jahr drehen wollen. Ich hab die Buchrechte gekauft von Sarah Kuttners Buch „Kurt“.  Wir arbeiten auch noch an einem anderen Drehbuch, aber da möchte ich erst drüber reden, wenn es wirklich soweit ist…

 

Und gibt es ein gesellschaftliches Thema, das du gerne anfassen möchtest? So wie das Thema Alzheimer bei "Honig im Kopf"…

Wir versuchen ein Drehbuch zu entwickeln, das sich mit dem Thema Bipolare Störung auseinandersetzt. Ich weiß aber nicht, ob uns das gelingt, weil der Film ähnlich wie "Honig im Kopf" eine unterhaltsame Seite haben muss, sonst guckt sich das keiner an. 

 

Zum Schluss noch eine Frage zu unserer schönen Hansestadt: Was gefällt dir an deiner Wahlheimat Hamburg und an den Menschen hier am besten?

Hamburg ist für mich die schönste Stadt in Deutschland, weil Hamburg genau die Architektur hat, die mir gefällt. Viele Gebäude hier haben britische Architekten aufgebaut. Das ist meine Lieblings- Architektur. Ich kann stundenlang durch London laufen und mir Häuser angucken.
Dann mag ich auch das Wesen der Hamburger. Sie sind vornehm und haben das richtige Maß an Distanz. Für mich als Prominenten passt das super – die Hamburger lassen mich in Ruhe, sie akzeptieren meine Privatsphäre. Die Hamburger sind ein freundliches Volk. Frankfurt mag ich auch, weil das meine Heimat ist und Leipzig ist auch sehr schön. 

 

 

 

Mehr Informationen zu "Henry likes Pizza" bekommt Ihr unter: 

www.barefooddeli.de

 

Hier findet Ihr "Henry likes Pizza" bei Instagram und bei Facebook.

Fotos: Barefoot Living GmbH, Barefood Deli / Bob Leinders