CITY-TALK mit Gil Ofarim

Bühne frei für Gil Ofarim! Der Musiker und Let's Dance Gewinner ist in der Weihnachtszeit als Starsolist mit "Disney in Concert – Magic Moments" unterwegs. Wir sprechen mit dem jungen Vater über die größten Disney-Helden, über Mut, Musik und Nächstenliebe und  lassen uns Gils ganz persönlichen magischen Moment verraten...

 

Du bist ab dem 30.11. als Starsolist mit „Disney in Concert – Magic Moments“ auf Tournee. Welchen Part singst du? Wie müssen wir uns das vorstellen?

Ich darf mit dem großartigen Hollywood-Sound-Orchester auf Deutschlandtournee gehen und freue mich sehr auf der Bühne neben Cassandra Steen und den absoluten Rockstars der Musicalszene stehen zu dürfen. Zu dieser Tournee verbinde ich auch persönlich sehr viel.  Insbesondere der Film „Der König der Löwen“ ist einer meiner Lieblinge. Da ich ein großer Elton John Fan bin war liebe ich auch sehr die Nummer „Can You Feel the Love Tonight“. Der erste Film meines Sohnes war zudem auch „Der König der Löwen“ (lacht). Bei der Geburt von Leo lief sogar der Song „The Circle of Life“ von Elton John. Wie man schon hört, habe ich einen sehr großen Bezug zu Disney und freue mich einfach auf diese kommende Tournee.

 

Hast du einen ganz persönlichen Favoriten unter den Disney Filmen?

Wie ich schon gesagt habe ist meine absolute Lieblingsproduktion „Der König der Löwen“. Eine meiner ersten Disney-Erfahrungen war „Das Dschungelbuch“ und jenseits der Kindheit ist einer meiner liebsten Filme „Lilo und Stitch“.

   

Gibt es eine Disney Figur, die du besonders bewunderst? Und wenn ja für was?    

Ich bewundere Stitch, denn er macht einfach das, was er möchte und er denkt nicht nach. Um es ganz einfach zu sagen, ich glaube es könnte uns allen guttun, weniger nachzudenken, weniger Angst zu haben, sondern einfach drauf los zu gehen und Sachen anzupacken. Das liebe ich an Stitch. Außerdem kann er als Plattenspieler fungieren. Er hält seinen Finger auf die drehende Platte, öffnet seinen Mund und es kommt Musik raus. Ist das nicht toll?“

 

Du bist Vater von 2 Kindern. Im Januar kam deine Tochter zu Welt. Als Kind (und natürlich auch als Erwachsener) konnte man von Disney Filmen ja immer unglaublich viel über Werte wie Mut und Stärke usw. lernen.  Was möchtest du deinen Kindern mit auf den Weg geben?

Wir sind keine strengen Eltern, aber wir haben ein paar Prinzipien und Werte, die uns wirklich wichtig sind. Höflichkeit, Nächstenliebe und Dankbarkeit sind wichtige Eigenschaften für uns. Es tut einem nicht weh, einfach mal bitte oder danke zu sagen in einem Satz. Es kostet einen Nichts, einfach mal zu lächeln, um seinem Gegenüber damit den Tag zu verschönern. Pünktlichkeit ist mir persönlich auch sehr wichtig, da es die höchste Form von Höflichkeit und Respekt ist. Unsere Kinder sind cool. Sie lassen und fast jede Nacht schlafen und wir haben da bis jetzt  alles richtig gemacht. 

 

Vermisst du deine Familie sehr, wenn du jetzt vor allem um die Weihnachtszeit mit Disney auf Achse bist?

Bei einigen Konzerten werde ich sie bei mir haben, worauf ich mich sehr freue. Natürlich vermisse ich sie. Im Gegensatz zu dem Beginn meiner Karriere vor 20 Jahren, gibt es aber heute Sachen wie Skype oder FaceTime, mit denen Du trotzdem  dabei sein kannst, wenn das Kind ins Bett gebracht wird. Es macht es nicht unbedingt besser, aber erträglicher. Ich bin nicht auf der ganzen Welt unterwegs, sondern eher begrenzt auf Europa. Seit ein paar Jahren bin ich hauptsächlich in Deutschland, Österreich und der Schweiz und somit ist die Entfernung erträglich.

 

 

Bei der Disney in Concert Tour geht es, wie der Titel schon sagt, um „Magic Moments“. Was war dein letzter großer magischer Moment?

Ich darf mit Stolz sagen, dass ich schon einige magische Momente in meinem Leben hatte. Sei es mein erster großer Auftritt oder meine erste CD. Aber in der jüngsten Vergangenheit waren die schönsten Momente die Geburten meiner Kinder. Das waren meine magischen Momente    

 

Nochmal zurück zur Musik: Die erste Single aus deinem neuen Album ist ja bereits draußen. Wann dürfen wir uns auf das ganze Album freuen?

Wenn alles so funktioniert, wie ich es geplant habe, dann kommt im Februar meine EP raus und die wird der Auftakt zu meiner „20 Years“-Tour sein. Ich habe 20-jähriges Jubiläum. Seit 30 Jahren stehe ich auf der Bühne und seit 20 Jahren nehme ich Musik auf CDs auf. 1998 hatte ich meine erste eigene Headliner-Tour und in Bezug auf diese Tour feiere ich ab Februar 2018 mein Jubiläum. Dort spiele ich mit meiner Band und es gibt einen Querschnitt aus allem was ich gemacht habe in den letzten 20 Jahren. Ich werde Songs der neuen Platte, aber auch Songs wie zum Beispiel Round’n’Round spielen, die meine ersten Hits waren. Aber um auf deine Frage abschließend zu antworten: Erst gibt’s die EP zur Tour und wenn alles klappt im Laufe des Jahres mein neues Album.

 

Wer ist dein größtes musikalisches Vorbild?

Musikalisch habe ich sehr viele Vorbilder. Natürlich sind die ganzen berühmten Rockstars die im Klub 27 sind, Vorbilder für mich. Dann gibt es auch noch einen Sänger, der dieses Jahr leider von uns gegangen ist: Chris Cornell, der Sänger von Soundgarden, den ich sehr bewundert habe. Ich verehre die Beatles sehr und wer mich auch sehr geformt hat und die wichtigste musikalische Person in meinem Leben war und ist, ist mein Vater.

 

Gibt es im neuen Album, oder in den alten Alben ein Lied, dass eine besondere Bedeutung für dich hat. Wenn ja warum?

Es gibt da diese eine blöde Antwort, die jeder für diese Frage benutzt. Sowas wie: „Jeder Song ist für mich wie ein Baby und ich bin ihre Mutter. Wenn ich ein Baby bevorzuge, dann vernachlässige ich die anderen Babys. Ich könnte nicht mit mir im Einklang sein, wenn ich da einen Unterschied mache…“ – Das ist für mich völliger Quatsch. Mir bedeutet zwar jeder Song etwas, aber es gibt Songs die mehr und auch weniger in mir auslösen. Bei einem Song beispielsweise habe ich es nicht ernst genommen als es hieß: „Bitte die Handys aus dem Studio“, denn da  hört man dann auf dem linken Ohr ziemlich Störungsgeräusche zu Begin. Ziemlich peinlich, aber es ist leider so. Bei dem Song „On my Own“ war die Performance super, aber weil mir der Song etwas bedeutet hat, habe ich an einer Stelle etwas geschluchzt und wir haben es nicht rausgeschnitten, sondern drin gelassen, da es einfach authentisch ist. Jeder Song hat seine Bedeutung, seine Bestimmung und auch einen Grund warum er so ist wie er ist. Andererseits mache ich keine Wissenschaft daraus. Es ist meine Arbeit, meine Kunst aber es geht ja auch weiter. Wenn ein Song produziert worden ist bzw. aufgenommen auf Band, dann ist das auch gut. Ich sehe das wie ein Gemälde. Denn du malst ja auch immer wieder das gleiche Gemälde.

 

Du hast 2017 bei Let’s Dance gewonnen. Tanzt du jetzt auch privat, beziehungsweise freut sich deine Frau, dass Sie nun mit einem echten Tanzprofi verheiratet ist?

Sie freut sich insofern, dass ich meine Tochter schneller in den Schlaf bringe, als sie. Ich tanze nämlich manchmal mit unserer Tochter in ihrem Zimmer langsamen Walzer. 

 

Wenn Ihr Gil live erleben wollt, dann sichert Euch jetzt Tickets für "Disney in Concert – Magic Moments" am 22.12.2017 in Hamburg auf www.eventim.de

 

 

 

Interview: Lena von Zabern, Fotos: Ina Bohnsack