STAR-TALK

mit Elle King

Wir alle haben noch ihren Mega-Hit "Ex's & Oh's" im Ohr. Jetzt meldet sich Elle King mit ihrem neuen Album "Shake the Spirit" zurück. Wir haben mit der 29-Jährigen über ihr neues Werk, das Verlassen der Komfortzone, ihre Anfänge als Straßenmusikerin und das Leben als Celebrity gesprochen…

 

 

Am 12. Oktober ist dein zweites Album „Shake the Spirit“ erschienen. Wie war es, daran zu arbeiten?

Es war eine andere Erfahrung als beim ersten Album. Ich bin zu der Zeit durch viele emotionale Dinge gegangen, die ich im zweiten Album verarbeitet habe. Deshalb war es sehr therapeutisch. Ich war auf dem Weg dahin, wieder mehr zu mir selbst zu finden. Es ist, wie ich finde, ein wie ein cooles Tagebuch von mir, wie ich den Verstand verliere.

 

Denkst du, es ist persönlicher als das erste Album?

Ja, obwohl das erste Album auch sehr persönlich war. Damals war ich Anfang 20 und habe noch nicht die Sachen erlebt, die ich im Laufe der Zeit erlebt habe. Dinge, von denen ich nicht dachte, dass sie mal passieren. Außerdem bin ich jetzt eine bessere Songwriterin.

 

Magst du die Arbeit im Studio oder bist du lieber auf der Bühne?

Das hat sich etwas verändert. Früher wollte ich immer die große Show, aber jetzt bin ich technisch eine bessere Musikerin, weswegen das Studio zu etwas wie meinem Rückzugsort geworden ist. Ein Ort, an dem ich mich sicher fühle und kreativ richtig ausleben kann. Mittlerweile bin ich süchtig danach.

 

Du hast als Straßenmusikerin angefangen. Was ist das Tolle daran?

Reich wird man damit natürlich nicht. Ich war 18 und alles was ich wollte, war ein bisschen Geld für Bier. Aber man bekommt auch mal ein Lächeln hier oder einen Lacher dort, wenn die Leute deine Lyrics gut finden. Das bringt einen im Schreiben unheimlich weiter. Und es hilft, die Angst davor zu nehmen, nur vor einer einzigen Person zu singen. Denn das ist viel intimer, als wenn man vor tausenden von Leuten spielt.

Bist du heute noch aufgeregt, wenn du einen neuen Song das erste Mal Familie und Freunden vorspielst?

Oh Gott, ja! Die Songs auf diesem Album behandeln wirklich intensive Themen und sind sehr ehrlich. Aber ich hoffe ja auch auf diesen Schock-Moment. Man muss eben die Komfortzone verlassen. Mein Dad sagt dann: „Du hast die kreative Arbeit gemacht, jetzt geh endlich da raus und zeig es den Leuten. Du hast keine Zeit, ängstlich zu sein.“ Das war ein guter Rat.

 

 

Bist du heute noch aufgeregt, wenn du einen neuen Song das erste Mal Familie und Freunden vorspielst?

Oh Gott, ja! Die Songs auf diesem Album behandeln wirklich intensive Themen und sind sehr ehrlich. Aber ich hoffe ja auch auf diesen Schock-Moment. Man muss eben die Komfortzone verlassen. Mein Dad sagt dann: „Du hast die kreative Arbeit gemacht, jetzt geh endlich da raus und zeig es den Leuten. Du hast keine Zeit, ängstlich zu sein.“ Das war ein guter Rat.

 

Wie war es, als dein erstes Album so schnell erfolgreich wurde? Magst du es überhaupt, berühmt zu sein?

Ich sehe mich gar nicht so. Ich bin mit einem berühmten Vater aufgewachsen (Elle ist die Tochter von Hollywood-Comedian Rob Schneider, Anm. d. Red.), deswegen war ich es gewohnt, in diesem speziellen Umfeld zu sein. Es fühlt sich für mich normal an, wenn Leute dich erkennen oder dir sagen, wo du hinzugehen hast. Meine Freunde bemerken das eher, wenn wir unterwegs sind und jemand mich anschaut. Ich bin auch eine sehr offene Person, aber ich finde, als Star sollten einige Dinge lieber hinter verschlossenen Türen bleiben. Auf der anderen Seite brauchen die Leute auch jemanden, mit dem sie eine Art Bindung haben. Es ist schwierig, da das richtige Maß zu finden.

 

Dein Leben bisher war sehr vielfältig: Du warst auf der Kunstschule, hast im Tattoo-Laden gearbeitet, im Ausland gelebt. Hattest du nie Angst vor der Zukunft?

Doch, aber ich habe mehr Angst davor, zu bequem zu werden. Wenn wir aufhören, uns zu verändern und weiter zu entwickeln, dann ist das das Ende. Und je früher das passiert, desto schlimmer. Ich will immer besser werden, neue Orte sehen, neues Lernen: Aber das ist einfach wie ich bin. Es ist okay, wenn manche Menschen das Wissen brauchen, wo sie in zehn Jahren sind.

 

 

Hattest du etwas Zeit, Hamburg anzuschauen?

Ich war schonmal vorher in Hamburg, aber bin erst gestern Nacht angekommen. Heute Abend mieten wir uns Tandems. Ich versuche immer, ein bisschen Spaß in den Tag zu bekommen.

 

Kannst du dich an etwas Bestimmtes von deinem letzten Besuch erinnern?

Kennst du diese Kugelschreiber, die wenn du sie umdrehst, einen nackten Mann zeigen? Ich hab davon ungefähr 20 gekauft. Und wir waren in der Thai-Oase Karaoke singen. Das war eine verrückte Nacht.

 

Du hast eine ziemlich starke Persönlichkeit. Was ist dein Rat, an alle Frauen?

Wenn du in deinem Leben in einer Spirale bist, musst du viel an dir selber arbeiten und herausfinden, was dich von anderen unterscheidet und dich besonders macht. Und dann musst du es nach außen tragen, was absolut angsteinflößend ist. Ich will den Leuten das Gefühl geben, dass es okay ist, sich anders zu fühlen oder anders zu sein. Außerdem: Miteinander statt gegeneinander!

 

 

Alles zu Elle King erfahrt Ihr unter: www.elleking.com

Hier findet Ihr Elle bei Facebook und bei Instagram

 

 

Fotos: Sony Music