CITY-TALK mit Alex Wenk

Nächste Station: Rio! Auf ihrem Weg zu Olympia hat Top-Schwimmerin Alex Wenk bei uns in der Alsterschwimmhalle einen kleinen Zwischenstopp eingelegt. Sie nahm sich drei Stunden Zeit, um Hobbysportler bei einem Spezial-Training zu coachen. Am Rande der Veranstaltung konnten wir uns den Schwimm-Star zum Interview schnappen. Mit unserer Redakteurin Constanze sprach die 20-Jährige über Olympia, Musik und ihre Lieblingsorte in Hamburg …

 

 

Dein großes Ziel dieses Jahr sind ja die Olympischen Spiele in Rio. Wie und wo bereitest du dich darauf vor?

Ich trainiere in München jeden Tag zwei Mal mit meinem Trainer. Ich komme dann auf circa 12 bis 14 Einheiten in der Woche, wenn man das Krafttraining mitrechnet. 

 

Was erhoffst du dir für die Saison?

Ich hoffe, dass ich die Qualifikation gut meistere. Und für Olympischen Spiele ist mein Ziel, dass ich daran anknüpfen kann, wo ich bei der Meisterschaft aufgehört habe. Ein Finalplatz wäre schön, aber selbst wenn es ein Semifinalplatz ist, wäre das total toll und ich würde mich darüber super freuen. Mal gucken, wie weit es mich führt.

 

Hast du ein bestimmtes Ritual vor dem Schwimmen?

Manchmal gehe ich kurz vor dem Wettkampf nochmal zu meinem Trainer und bespreche die Renntaktik, aber ansonsten habe ich kein wirkliches Ritual vor dem Start. Ich höre sehr gerne Musik vorher, vor allen Dingen Rap, Hiphop und Black.

 

Welche Connections hast du denn zu Hamburg?

Durch den deutschen Schwimmverband haben wir hier manchmal die Möglichkeit zu trainieren. Dann trainiere ich immer bei Petra Wolfram am Olympiastützpunkt in Dulsberg mit. Das ist ziemlich gut, weil ich dort eben auch Schwimmpartnerinnen hätte und Hamburg von den Mädels her einfach ein bisschen besser aufgestellt ist. Mit denen bin ich auch ziemlich gut befreundet, deswegen freue ich mich immer, wenn ich nach Hamburg kommen kann.

 

 

Alex Wenk coacht die Teilnehmerinnen beim Training in der Alsterschwimmhalle
Alex Wenk coacht die Teilnehmerinnen beim Training in der Alsterschwimmhalle

 

Wie oft bist du denn in Hamburg und wo sieht man dich, wenn du mal hier bist?

Im Jahr bin ich so zwischen vier und fünf Mal hier. Wenn ich in Hamburg bin, bin ich schon an den bekannten Stellen wie dem Jungfernstieg und der Alster. 

 

Hast du als Schwimmerin einen Trick wie unser Make-up im Wasser nicht Baden geht? Welche Produkte benutzt du?

Ich habe mir vor einiger Zeit Wimpern-Extensions machen lassen, weil es mich einfach stört, mich immer schminken zu müssen. Gerade wenn ich auf dem Weg zum Training bin, bin ich einfach zu faul mir Make-up aufzulegen. Deshalb trage ich im Training auch kaum Make-up. An freien Tagen mache ich mich aber gerne mal fertig. Was ich dann super gerne benutze, sind die Produkte von MAC. Die würde ich schon als meine Lieblingsmarke bezeichnen. Foundation benutzte ich allerdings von Clinique, weil die einfach etwas hautschonender ist.

 

Jede Frau geht natürlich auch gerne Shoppen. In welchen Geschäften findet man dich denn am häufigsten?

Das ist total unterschiedlich. Manche Teile in meinem Kleiderschrank sind eher teurer, aber ich gehe auch sehr gerne bei Zara shoppen. Was Taschen angeht, bin ich totaler Louis Vuitton Fan. Ich spare da auch gerne mal ein Jahr drauf. Und wenn ich sie dann endlich gekauft habe, dann bin ich auch umso happier. Ich bin aber auch nicht wirklich spezialisiert auf bestimmte Marken. Wenn mir eine Jeans oder ein Kleid gefällt, dann kaufe ich mir die einfach, egal ob da jetzt eine bestimmte Marke drauf steht oder nicht. Die Hauptsache ist, dass das Teil gut aussieht.

 

 

 

Du bist viel gereist letztes Jahr. Zum Beispiel warst du ja mit der Nationalmannschaft in Thailand. Wo würdest du denn gerne dieses Jahr nochmal hinreisen?

Ich mache hoffentlich nach den Olympischen Spielen eine Reise mit meiner besten Freundin durch Amerika. In Las Vegas fangen wir an und fahren dann über die Canyons und San Francisco nach Los Angeles und San Diego und von dort nochmal nach New York. Eine Insel, auf die ich wirklich mal Lust hätte, wäre aber auf jeden Fall Bora Bora oder die Malediven.  Einfach nur mal fernab von allem anderen sein und relaxen – das wär’s!

 

Du studierst ja neben deinem Training auch noch Wirtschaftspsychologie in München. Wie kriegst du Training und Studium unter einen Hut?

Das ist eine Fernuniversität und deshalb kann ich mir den Stoff immer online herunterladen. Und ich schreibe zum Glück auch nur drei Fächer pro Semester, deshalb schaffe ich das schon nebenbei. Aber natürlich bin ich da auch eine typische Studentin und fange ab und zu erst drei Wochen vor den Klausuren mit dem Lernen an. 

  

Interview: Constanze Lerch; Fotos: Andreas Panzenberger, Constanze Lerch