STERNSTUNDE

Mariana Wagner

Was haben Musik und Astrophysik gemeinsam? Die Antwort darauf gibt uns Dr. Mariana Wagner. Wenn Sie nicht gerade als Astrophysikerin das Universum beobachtet, schreibt sie nämlich sehr erfolgreich Songs für Stars wie Beatrice Egli. In der Show „Sound of Space“ nimmt sie aktuell uns im Planetarium Hamburg mit auf eine musikalische Reise ins All…

Wie bist du zur Astrophysik gekommen?

Durch Zufall. Ich habe wegen einer 6 in Physik in der Schule eine Ehrenrunde gedreht und mochte das Fach überhaupt nicht. Dann ging mein Bewerbungs-Brief für Meeresbiologie nicht ein und ich habe als Ozeanographin (Physik der Ozeane) gestartet. Das hat mich fasziniert und ich bin studienmäßig aus den Tiefen der Ozeane bis zu den Sternen aufgestiegen.

 

Wie kam die Musik dazu?

Ich schreibe schon lange Songs, aber eher für andere, u.a. Beatrice Egli, von der ich auch eine goldene Platte an der Wand hängen habe. Ich konnte weder die Wissenschaft, noch die Musik aufgeben, obwohl mir viele gesagt haben, dass ich mich für eines entscheiden muss. Beides lässt sich doch super verbinden. Es geht bei beiden um Wellen, um Muster und Kreativität.

 

Worauf können wir uns bei deiner Show freuen?

Auf eine audiovisuelle Reise mit Education-Charakter. Heißt: Wissen wird mit viel Unterhaltung vermittelt. Ich nehme die Geräusche des Alls, erkläre ihre physikalische Herkunft und dann gehen sie als Instrument in einen passenden Song ein, den ich live singe. Wir starten beim Saturn, drehen eine weite Schleife durchs All und landen am Ende auf unserer Erde.

 

Was lernen wir von der Astrophysik für unser Leben auf der Erde?

Oh! Viel! Sowohl echte Physics Facts – damit fange ich hier gar nicht erst an – aber mir persönlich hilft allein die Vorstellung der Größe des Alls immer ganz gut bei der Skalierung persönlicher Probleme. Googelt doch mal: Hubble Deep Field – dann bekommt Ihr einen ungefähren Eindruck davon…

Foto: Mira Luna Bruhn