ANZEIGE/KOOPERATION

Backstage-Besuch…

                ... bei der Premiere von ROMEO AND JULIET

Jetzt wird’s romantisch! Vom 7. bis zum 19. Januar ist das Rock-Ballett ROMEO AND JULIET zu Gast bei uns in Hamburg. Wir haben den Cast rund um Top-Choreografin und Tänzerin Adrienne Canterna kurz vor der Premiere auf Kampnagel bei den Proben besucht und mit dem Ballett-Star über Inspirationsquellen, Herausforderungen und Lampenfieber gesprochen…

Pas de deux Adrienne Canterna Eric Lehn

Pas de deux: Adrienne Canterna und Eric Lehn bei den Proben

Aus Liebe zum Tanzen

 

Noch knapp 1,5 Stunden bis zum Vorstellungsbeginn. Der Zuschauersaal ist noch leer, aber auf der Bühne herrscht schon geschäftiges Treiben. Choreografin Adrienne Canterna gibt hier im Scheinwerferlicht eine Ballett-Klasse für ihr 15-köpfiges Team. Noch tragen die Tänzer statt schillernder Kostüme lässige Trainingsklamotten, aber die Pirouetten, mit denen sie über die Bühne wirbeln, sind schon jetzt atemberaubend.  „Wir trainieren jeden Tag intensiv“, erzählt Adrienne Canterna. „Für die Proben vor dieser Tour hatten wir insgesamt nur knapp drei Wochen Zeit. Das war nicht leicht, denn für viele der Tänzer aus meiner Kompanie war die Show komplett neu. Zudem ging es nicht nur darum, die Schritte zu erlernen, sondern auch die Charaktere zu erarbeiten. Anders als in unserer Show ROCK THE BALLET X, mit der wir letztes Jahr auf Kampnagel zu sehen waren, brauchen die Tänzer bei ROMEO AND JULIET nicht nur tänzerische, sondern auch schauspielerische Fähigkeiten.“

 

Für die Star-Choreografin ist die Show, die im Jahr 2013 ihre Uraufführung in Hamburg feierte, eine echte Herzensangelegenheit: „Ich liebe die Geschichte von Romeo und Julia, seit ich sie als Teenager zum ersten Mal gelesen habe. Heute, wo ich selbst Mutter einer 12-jährigen Tochter bin, sehe ich sie aber noch mal mit ganz anderen Augen. Es ist jetzt weniger die Liebesgeschichte, sondern die Charaktere, die mich begeistern – ihre Entscheidungen, die so drastisch, irrational und leidenschaftlich sind. All die verschiedenen Rollen zu erarbeiten, sich in Tybalt, Mercutio oder Julia’s Amme hineinzuversetzen, war mein Lieblingsteil bei der Arbeit an dem Ballett.“

 

 

Volle Konzentration und Körperspannung – die letzten Vorbereitungen vor der Show

Romantik trifft auf Rock-Musik

 

Adrienne Canterna sieht nicht nur vom Rand aus zu, wenn ihre Charaktere auf der Bühne zum Leben erwachen, sondern steht auch selbst als eine von drei Besetzungen als Julia auf der Bühne. „Als Performer ist es meine größte Herausforderung, mich nicht zu früh von Emotionen überwältigen zu lassen, damit es einen stetigen Weg bis zum Höhepunkt der Geschichte gibt", sagt sie. "Julias Erlebnisse, die nur über ein paar Tage verteilt sind, fühlen sich fast an wie ein ganzes Leben, weil sie in so kurzer Zeit so viel durchmacht. Das kann schon am Anfang überwältigend sein.“

 

Bei so viel Gefühl ist es kein Wunder, dass die Choreografin und Tänzerin für ihre Interpretation von ROMEO AND JULIET sich nicht nur Inspirationen von außen geholt hat, sondern sich auch von ihren eigenen Erfahrungen und Empfindungen leiten lassen hat. „Ich habe wohl jede Version von Romeo und Julia als Film gesehen und auch bereits andere Produktionen des Balletts getanzt“, so Adrienne Canterna. „Als ich im Jahr 2013 ROMEO AND JULIET choreografierte, machte ich eine Reise nach New York und sah das American Ballet Theatre zwei Nächte hintereinander Romeo und Julia performen – mit zwei verschiedenen Paaren in der Hauptrolle. Ich sah Natalia Osipova und David Hallberg in einer Nacht und ich sah Julie Kent und Roberto Bolle in der folgenden – beide Paare waren so unterschiedlich und so faszinierend. Aber nicht nur daraus beziehe ich Inspirationen, sondern auch aus den Höhen und Tiefen meines eigenen Lebens, meinem Glaube und der Musik.“

 

 

Das Ensemble vor den noch leeren Rängen auf KampnagelDas Ensemble vor den noch leeren Rängen auf Kampnagel

Das Ensemble probt vor den noch leeren Rängen auf Kampnagel

Ballett zum Verlieben

 

Auch in die Wahl der Kostüme steckt Adrienne Canterna viel Liebe. „Einen Großteil der Kostüme habe ich in Secondhand-Läden gefunden“, verrät die Tänzerin. „Wir haben sie einfach upcycelt und für unsere Zwecke umgestaltet. Julias beide Roben – ich trage eine Version und die anderen Besetzungen eine weitere – sind eigentlich Brautkleider. Meine Mutter ist Kostümdesignerin und Künstlerin. Sie hat diese Brautkleider neu aufgearbeitet, sie gefärbt und bestickt. Vieles für die Show ist handgefertigt. Auch die Masken, die die Tänzer während des Balls tragen, hat meine Mutter in Louisiana während des Karnevals gefunden.“

 

Noch hängen Accessoires und Kostüme backstage – für jeden Darsteller ordentlich aufgereiht und mit Namen versehen – während vorne auf der Bühne weiter die Proben für die Show laufen. „Wir absolvieren vor jeder Show zuerst eine Ballettstunde“, erzählt Adrienne Canterna. „Darauf folgt der „Lift Call", bei dem wir alle schwierigen Hebefiguren durchgehen, die in der Show vorkommen. Danach kommt der „Fight Call“, bei dem wir die verschiedenen Kampf-Szenen noch mal proben, da diese sehr gefährlich sein können – obwohl wir nur Schwerter aus Holz und nicht aus Metall benutzen.“ Das finale Warm-up gestaltet jedes Mitglied des Ensembles individuell für sich, so die Profi-Tänzerin: „Das Aufwärmen ist bei jedem Tänzer unterschiedlich. Ich muss zum Beispiel einen besonderen Fokus auf meinen Rücken und meine Füße legen. Meine Füße müssen sehr gut aufgewärmt und ausgerollt sein. Dafür absolviere ich eine Menge Fuß- und Knöchelübungen. Und ich muss meinen Rücken sehr gut aufwärmen, weil das die beiden Bereiche sind, die ich auf der Bühne besonders beanspruche."

Alles ist bereit! Backstage-Einblicke kurz vor der Show 

Bühne frei – für große Gefühle!

 

Kurz bevor die Show dann losgeht, findet sich das ganze Team im Backstage-Bereich noch mal zusammen. „Wir haben vor jeder Show ein besonderes Ritual“, verrät Adrienne Canterna. „Wir stellen uns im Kreis zusammen, halten uns an den Hände und beten. Dasselbe Rituals folgt dann noch mal am Ende der Show.“ Ob die erfahrene Choreografin und Tänzerin nach all den Jahren noch immer Lampenfieber hat? „Absolut!“, lacht sie. „Wenn man nicht nervös ist, ist es einem egal. Lampenfieber zu haben heißt, dass man stolz ist auf das, was man tut und es gut machen möchte.“

 

 

Ihr wollt ROMEO AND JULIET von Adrienne Canterna live auf der Bühne erleben?
Dann habt Ihr noch bis zum 19. Januar die Gelegenheit dazu.

 

Tickets gibt's ab 45,90€  unter www.romeoandjuliet.de

 

Noch mehr Infos zum Event findet Ihr unter: 

www.romeoandjuliet.de

www.collien.com

 

Hier findet Ihr ROMEO AND JULIET bei Facebook und bei Instagram