Volle Power!

Für die Eine ist Sport lästige Notwendigkeit, die Nächste hat einfach keine freie Minute. Wer sich jetzt beim EMS-Training im "Trainingsraum" unter Strom setzen lässt, muss aber nur minimal viel Zeit für maximale Ergebnisse investieren. Wie sich das anfühlt? Unsere Redakteurin Hannah hat es für Euch getestet…

 

Aufstehen um sechs, mit einem Teilchen vom Bäcker auf der Hand zur Arbeit, danach noch fix vor der Schließzeit das Zalando-Paket von der Post abholen und ein Geschenk für den Geburtstag am Wochenende besorgen: Wir stehen in unserem Alltag manchmal ganz schön unter Strom. Da braucht es ab und an ein schnelles und effektives Workout, dass sich unserem durchgetakteten Tagesablauf anpasst. EMS-Training verspricht genau das.

 

EMS: Das steht für Elektromyostimulation. Mittels kurzer, auf das Fitnesslevel des Trainierenden abgestimmter Stromimpulse werden die Muskeln ohne aktives Zutun zum Kontrahieren angeregt. Ursprünglich kommt diese Art des Trainings aus der Physiotherapie, wo es eingesetzt wird, um nach einer Verletzung den Schwund der Muskeln zu verhindern. Aber auch als Unterstützung zum verbesserten Muskelaufbau wird es z.B. im Leistungssport benutzt. Aber was genau ist EMS-Training und vor allem: Wie fühlt sich das an? Ich habe es für euch im "Trainingsraum" bei Martin Wendt getestet.

 

 

Als ich hereinkomme, drückt mir Martin direkt mein Trainingsoutfit bestehend aus einem langärmligen, eng anliegenden Oberteil und einer Art Radlerhose in die Hand. Schuhe benötige ich nicht. Dann wird es richtig futuristisch: Ich bekomme eine Weste angelegt, die mit zahlreichen Elektroden gespickt ist und werde zusätzlich an Armen, Oberschenkeln und Po verkabelt. Damit die Stromimpulse, die gleich meine Muskeln stimulieren sollen, möglichst effizient ankommen, ist die Weste leicht feucht. Ich bin zwar dick verpackt, aber fühle mich nicht in meiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Martin schließt mich an das Hauptgerät an und dann kann es auch schon losgehen.

 

Eine Trainingssession dauert nur 20 Minuten und ist wesentlich effektiver als herkömmliches Training. Dabei sind die Regenerationszeiten aber auch deutlich höher. Heißt im Klartext: Einmal die Woche ist ausreichend. Das klingt schonmal nach einer guten Alternative für Dauergestresste und chronisch Zeitarme.

 

Aber zurück zum Test: Zunächst stellt Martin jede einzelne meiner Elektroden manuell ein, abgestimmt auf meinen Fitnesszustand. Als das erste Mal der Strom durch meine Beine fährt, ist das schon ein ungewöhnliches Gefühl: eine Mischung aus Kribbeln und Vibration. Je länger und je mehr Muskelpartien angeregt werden, desto stärker spüre ich, wie meine Muskeln sich zusammenziehen, ohne, dass ich etwas dagegen tun kann. Es ist nicht unangenehm oder schmerzhaft, nur sehr ungewohnt. Für gewöhnlich liegen die Intensitäten bei ca. 85 Hertz, also 85 Impulsen in der Sekunde.

 

  

Als ich fertig genordet bin und meine Daten gespeichert sind, sodass ich nächstes Mal direkt loslegen kann, beginnen wir mit dem Training. Mit dabei sind Halte-, Stabilisations- und Kräftigungsübungen wie Ausfallschritte, Mountainclimber oder Kniebeugen. Hört sich ganz easy an, bringt mich aber ganz schön an meine Grenzen. Das Geheimnis hierbei ist nämlich, dass zusätzlich zu den Übungen durch die Ströme bis zu 90 Prozent der Muskeln angesprochen werden und vor allem die Tiefenmuskulatur, die wir sonst kaum per Willenskraft aktivieren können, trainiert wird. Und obwohl ich heute nur zehn Minuten schwitzen muss (das Einstellen hat bereits genauso lange gedauert), bin ich danach ganz schön alle. Der Muskelkater bleibt natürlich auch nicht aus, fühlt sich aber irgendwie ganz anders an als sonst. Er sitzt ziemlich tief und ich fühle mich, als hätte ich meinen Körper richtig gut gefordert.

 

Aber wofür ist das Training besonders geeignet? Je nach Wunsch des Trainierenden kann der Fokus auf Muskelaufbau, Straffung, Fettabbau oder auch Verletzungsprävention genutzt werden. Dabei ist das Training gelenkschonend, wenig zeitintensiv und auch für Menschen mit Bewegungseinschränkungen und in jedem Fitnesslevel geeignet. Ein weiterer Vorteil ist die persönliche Betreuung durch geschulte Trainer, die einem zwar alles abverlangen, aber aufpassen, dass man am nächsten Tag vor lauter Schmerzen nicht die Couch hüten muss. Trotzdem sollte man EMS-Training vor allem als Unterstützung zum regulären Training ansehen, um mit wenig Aufwand maximale Erfolge zu erzielen.

 

 

Neugierig? Dann schaut doch vorbei im Eppendorfer Weg  244, einem der insgesamt fünf Studios oder online unter www.trainingsraum-hamburg.de und vereinbart direkt Euer persönliches Probetraining.

 

 Hier findet Ihr den "Trainingsraum" bei Facebook und bei Instagram.

 

Redaktion: Hannah Lenz